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Freitag, 9. Februar 2018

RPG-Blog-O-Quest #29: Das perfekte Rollenspiel

Die Fragen zur RPG-Blog-O-Quest #29 kommen von Spiele im Kopf und drehen sich um "Das perfekte Rollenspiel". Diese Quest gefällt mir sehr und hier kommen die Fragen mit meinen Antworten.


1. Über- und Unterwürfeln, Poolsysteme, Karten ziehen oder erzählerische Fakten schaffen - die Liste der Mechanismen ist lang. Die perfekten Rollenspielregeln ____.
Viele Systeme besitzen tolle Mechanismen und man merkt schnell, was einem zusagt, womit man zurecht kommt, und was einem nicht so liegt. Würfeln gehört für mich zum Rollenspiel einfach dazu und sollte ein fester Bestandteil der Regeln sein. Hier liegt meine Präferenz stark bei Würfelpoolsystemen. Sehr gutes Beispiel ist Macht und Schicksal (bzw. Am Rande des Imperiums): Beide Star-Wars-Rollenspiele besitzen ein tolles Würfelsystem, bestehend aus Basiswürfeln bemessen am Grundtalent, hinzu kommen Fertigkeitswürfel (im Austausch) und Schwierigkeitswürfel für die Schwere der Probe. Zudem hinzugefügt werden können Verstärkungswürfel für unterstützende Gegebenheiten wie die Verwendung eines Seiles beim Klettern, hilfreiche Tipps eines Gefährten oder Ortskenntnis, aber auch Komplikationswürfel für die lautstarke Diskussion in der Cantina, blendende Sonne im Gesicht oder eine dürftige Deckung. Mittels Schicksalspunkten kann der Würfelpool nochmals modifiziert werden. Weiterhin entscheiden die Würfel nicht nur über Erfolg und Misserfolg der Probe, sondern auch, ob eine Bedrohungs- oder Vorteilssituation entsteht - unabhängig vom Ausgang der Probe. Das heißt, eine Probe könnte zwar misslingen, dennoch erhält der Spieler einen kleinen Vorteil, oder aber die Probe gelingt zwar, aber es entsteht eine Bedrohung für den weiteren Verlauf. Das klingt alles komplizierter als es ist: Hat man das Prinzip einmal verstanden, spielt es sich flüssig und macht mir persönlich sehr viel Spaß in der Anwendung.

Zum Rollenspiel gehört natürlich neben dem Würfeln auch das Erzählen, Darstellen und Interagieren. Eine Regelmechanik, die das aufgreift, finde ich ebenfalls sehr interessant, kann aber hier keine eigenen Erfahrungen vorweisen. Bislang lösen wir so etwas im freien Spiel und der DM entscheidet spontan, wie es sich regeltechnisch (z. B. durch einen Verstärkungswürfel) auswirkt. Wer mir hier ein System empfehlen kann, wo erzählerische Fakten abgebildet werden, immer gern! :)

2. EDO, Sword & Sorcery, Harte SF, Postapokalypse - so viele Genres. Das perfekte Rollenspielsetting ____.
Diese Frage kann ich nicht eindeutig für mich beantworten. Ich schätze verschiedene Settings und erfreue mich an der Abwechslung, sei es die 1920er Jahre in Call of Cthulhu, High-Fantasy in Dungeons & Dragons oder Science-Fiction-Space-Opera in Macht und Schicksal. Postapokalyptische Szenarien wie in Gammaslayers und I Am Zombie finde ich ebenfalls sehr reizvoll. Ich möchte mich nicht auf ein Setting beschränken, sondern je nach Lust und Laune munter durchwechseln.

3. Aufwändiges Hardcover, günstige Taschenbücher, Boxen oder PDFe. Das perfekte Starterprodukt ____.
Hier kann ich wieder konkret werden. Explizit als Starterprodukt empfinde ich Einsteigerboxen als perfekt. Hier bekommt man bereits erstellte Spielfiguren, oft auf vollfarbigen Charakterbögen, eine abgespeckte Version der Regeln, die benötigten Würfel (z. B. gerade bei Macht und Schicksal nicht uninteressant, da hier ein Spezialwürfelset verwendet wird) und manchmal sogar einen Spielplan und reichlich Aufsteller für Monster und Spielerfiguren wie in der Pathfinder-Starterbox. Solche Boxen richten sich nicht nur an Rollenspielneulinge, sondern eigen sich auch hervorragend, um ein System unkompliziert kennenzulernen. Und das Spielmaterial kann auch gut kreuz und quer verwendet werden (wir hatten letztens die Aufsteller von Pathfinder in unserer D&D-Session im Einsatz).

4. Metaplot und Sandkasten, Splat-Books und Hintergrundbände, One-Shots und Kampagnen - Möglichkeiten, sich in einem Rollenspiel auszutoben, gibt es viele. Die perfekten Ergänzungspublikationen _____.
Ich bin wohl etwas Das Schwarze Auge vorgeschädigt und muss hier gleich sagen: bitte nur sehr wenig Hintergrundbände. Wenn wirklich jeder Landstrich ausgearbeitet, jedes Dorf namentlich erwähnt und dargelegt wird, erstickt man für mein (heutiges) Empfinden die Kreativität und Bedürfnisse der eigenen Spielrunde. Sicherlich müsste man existierende Hintergrundbände nicht verwenden - aber Kaufabenteuer tun es, und schon wäre es nicht mehr stimmig. Für mich reicht ein Grundgerüst, ein paar Eckpfeiler, die gesetzt werden, dazwischen viel freie Fläche für Entdeckungen und Weltenbau. Das ist dem Schreiben eines Fantasyromans sehr ähnlich: Man baut eine Welt und erzählt letztendlich nur einen kleinen Teil von ihr. Der Rest existiert, ist aber (zunächst) nicht relevant, und mit jedem Roman kann auch die Welt weiter wachsen bzw. ins Detail gehen.

Sammelbände für One-Shots sind nicht schlecht, um etwas schnell vorbereiten zu können, wenn die Zeit nicht reicht, sich selber etwas auszudenken. Außerdem, wenn die Story schon steht, kann man sich als DM voll auf das "darum herum" und das Erzählerische kümmern, und muss nicht ständig darauf achten, die eigene womöglich eher vage Story im Auge zu behalten. Kampagnen wiederum sind super, wenn regelmäßige Spielabende möglich sind. Während man bei One-Shots viele Figuren nur einmal spielt, können sich diese bei Kampagnen weiterentwickeln, nicht nur die Story des Abenteuers erleben, sondern auch eine eigene Geschichte bekommen.

5. Würfel, Spielleiterschirm, Kartenwerk oder Spielkarten. Das perfekte Rollenspielzubehör _____.
Würfel sind für mich ein must have, und auch wenn es Anleitungen / Tabellen geben mag, mit denen Spezialwürfelsets ersetzt werden können, ist es stimmungsvoller und leichter, die vorgesehenen Würfel zu besitzen. Der Spielleiterschirm ist schon traditionell aufzustellen, allein um zu betonen, wer heute Abend der DM ist. Hinzu kommen viele Regeln in kompakter Form auf der Innenseite, um zeitraubendes Nachschlagen zu minimieren.

Karten sind ebenfalls oft sehr hilfreich, entweder offizielle Kartenwerke (wie bei DSA, das fand ich übrigens eine der besten Spielergänzungen) oder selbst gezeichnete Karten. Auch schön sind gerade bei Kämpfen Rasterpläne zum Bemalen mit abwischbaren Markern. Pappaufsteller oder Miniaturen runden die Sache ab. :)

Bonusantwort
Und dieses perfekte Produkt darf dann gerne geschrieben / publiziert werden von ____.
Ich bin versucht, Fantasy Flight Games zu benennen, da hier fast nur hervorragende Spiele produziert werden. Allerdings würde ich in diesem Fall lieber vor Ort jemanden unterstützen, weshalb meine Wahl auf Ulisses fallen würde.



Das war sie, die 29. RPG-Blog-O-Quest.
Wie sieht euer "perfektes Rollenspiel" aus?
 Gibt es das überhaupt?

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