Sonntag, 12. November 2017

Kilian spielt "Arkham Horror: Das Kartenspiel" - "Die Nacht des Zeloten"

Arkham Horror: Das Kartenspiel basiert auf den Werken von H.P. Lovecraft, in denen er die Welt mit subtilem Horror füllt und Protagonisten stets an den Rand des Wahnsinns führt, wenn sie einen Blick hinter die Kulissen erhaschen. In Arkham Horror: Das Kartenspiel wird sowohl über die Stimmung, als auch über den Spielinhalt die perfekte Immersion in den Cthulhu-Mythos ermöglicht. Das für zwei Spieler ausgelegte Spiel lässt sich auch wunderbar alleine spielen und habe die in der Grundbox enthaltene Kampagne "Die Nacht des Zeloten" bereits gestartet. Zur musikalischen Untermalung kann ich übrigens den YouTube-Channel von Cryo Chamber wärmstens empfehlen!

Im ersten Teil "Die Zusammenkunft" wurde meine gewählte Ermittlerin Zoey Samaras unweigerlich in die drohende Gefahr hineingezogen: Der Schrecken lag mitten in ihrem Haus ... Danach ist Zoey ins nächtliche Arkham aufgebrochen, um weitere Spuren zu verfolgen: "Die Mitternachtsmasken". Nun muss sie sich in die Wälder von Arkham begeben, um das schändliche Ritual aufzuhalten, denn die Kultisten wollen niemand geringeren beschwören, als den "Verschlinger aus der Tiefe".

Der Verschlinger aus der Tiefe



Mit jedem Schritt weiter auf dem Hauptweg tiefer in Wälder von Arkham wuchs in Zoey die Gewissheit, dass sie diese Sache nicht überleben wird. Fest umklammerte sie ihr Kreuz an der Kette um ihren Hals. Gott hat sie auf diesen Pfad geführt und es war sein Wille, dass sie ihm folgte - auch wenn es ihr Leben fordern würde. Sie würde nicht zögern oder zaudern!



Der Weg durch die Wälder führte Zoey zunächst zu einer steilen Klippe. Sie entschied sich, hier nicht nach Hinweisen zu suchen, sondern zum Hauptweg zurückzukehren. Dort war ein Ghul aufgetaucht und griff sie sofort an. Er war robust, aber gegen Zoeys Messer hatte er keine Chance. Doch wieder einmal war die Zeit gegen sie. Keinen Kultisten hatte sie in Arkham stoppen können, also arbeiteten alle mit Hochdruck an der Beschwörung ...


Drei Richtungen blieben für Zoey noch, in den Wäldern den Ritualort zu finden, und ausgerechnet direkt die nächste von ihr gewählte Richtung war für sie denkbar schlecht. Nicht nur war es schwer, in dieser Gegend einen Hinweis zu finden (Zoey schalt sich in Gedanken eine Närrin, nicht an den Klippen genauer gesucht zu haben), sondern es war auch sehr schwer für sie, wieder zurück zum Hauptweg zu finden.






Dann durchfuhr es Zoey. Ein Kultist tauchte in den Wäldern auf, und obwohl sie ihn nicht sah, wusste sie, dass dies ihr ganz persönlicher Feind war. Ein Leugner, ein Gottloser sondersgleichen und Zoey wusste, dass sie ihn stoppen musste, nein, dass es ihre göttliche Mission war, diesen Ungläubigen zu Gott zu schicken, damit dieser über ihn richten konnte. Zoey verdoppelte ihre Anstrengungen, wieder zum Hauptweg zu gelangen, eilte mit grimmigem Blick dem Kulisten entgegen - doch es war zu spät ...














Die Bäume erzitterten, Kälte und Gestank legte sich über alles und jeden, und "etwas" erhob sich über die Baumkronen: Das Ritual war vollendet und hatte ein Ding hervorgebracht, welches die schlimmsten Albträume nicht kreiren können. Nichts und niemanden würde es am Leben lassen, alles ins Verderben reißen: Der Verschlinger aus der Tiefe war erschienen.











Zoey wurde unmissverständlich klar, dass dies ihre letzten Momente auf dieser Welt waren. Der Anblick des Großen Alten brannte sich in Hirn und Verstand, und trieb sie auf den Abgrund des Wahnsinns zu. Seinen körperlichen Attacken aber konnte sie vorerst standhalten. Das war ihre womöglich einzige Chance! Wenn sie schon das Wesen aus der Dimension des Schreckens nicht besiegen konnte, musste wenigstens der Kultist durch ihre Hand sterben. Sie brauchte nur noch etwas mehr Zeit. Geschwächt und mit verschwommenem Blick nahm sie wahr, wie sich ein Hund mit gefletschten Zähnen an ihre Seite stellte. Das war es, das Zeichen Gottes, dass Zoey richtig handelte.









Mit allem, was ihr blieb, griff sie den Kultisten an. Zoey musste sicher sein, dass er starb, ehe sie ihr Leben in Gottes Hände legte. Sie durfte nicht aufgeben, es war fast vollbracht. Als sie mit blutiger Klinge über dem Leichnahm des Kultisten stehend wieder zu sich kam, sah sie verwundert an sich herunter. Zoey war von Kopf bis Fuß von Blut besudelt, so wild und unnötig oft hatte sie auf den Kultisten eingestochen. Gefasst blickte sie sich um. Ein Ghul hatte sich zum Verschlinger hinzugesellt, wirkte aber neben ihm wie ein kleiner Schoßhund. Zoey glitt das Messer aus der Hand und sie fiel nach vorne auf die Knie. Wie war es möglich, dass dieses Wesen überhaupt existierte? Wie konnte Gott das zulassen? Oder gab es etwa gar keinen Gott? Das letzte, was Zoey hörte, war ein langer, grauenhafter Schrei. Es war ihr eigener.





Arkham Horror: The Card Game ist ein Spiel von Fantasy Flight Games. Alle Rechte vorbehalten.
Die Fotographien stammen von mir.



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