Donnerstag, 27. Juli 2017

Das war mein Besuch bei der FeenCon 2017

Der Refrain eines bekannten Liedes der Toten Hosen lautet: "An Tagen wie diese / wünscht man sich Unendlichkeit" - genau so ging es mir am 22.07.17, meinem Tag auf der FeenCon 2017 in Bad Godesberg. Die FeenCon gehört zu den großen, alteingesessenen Fantasy-Cons in Deutschland und nachdem es letztes Jahr leider nicht für mich geklappt hat, konnte ich nun meine "Ich-lerne-die-großen-Cons-Kennen"-Reihe abschließen.

Es ist 5:19 Uhr und ich schwinge mich vor dem Weckerklingeln aus den Federn. Mittlerweile bin ich tagestriperfahren und nur mäßig aufgeregt. Fahrt zum Flughafen, Parkhaus, Gate finden, Abflug - es ist angenehm, ein klein wenig Routine zu verspüren. Vom Flughafen Köln/Bonn geht es mit dem Shuttlebus zum Hbf Bonn (ich hab natürlich das falsche Ticket gekauft und überzahlt ...) und von dort mit der Linie U63 zur Stadthalle Bad Godesberg. Mit mir steigt eine Gruppe Personen ein und irgendwie erkenne ich sofort, dass wir dasselbe Ziel haben. Rollenspieler, Fantasyfans, Tabletopper, wir sind einfach ein eigener Menschenschlag. :)

Kurz nach Einlassbeginn

An der Stadthalle Bad Godesberg angekommen hieß es erst einmal anstehen: Der Andrang ist groß und ich bekam eine erste Ahnung von dem Umfang der Veranstaltung. Durch Glück bin ich an der Gästelistekasse gelandet und als Autor mit Lesung bekam ich ein ein Ausstellerbändchen ums Handgelenk. Händler, Künstler, Aussteller, Autoren und Spielrunden warteten auf die Besucher und ich drehte eine erste Orientierungsrunde. Als erstes bin ich Markus Heitkamp über den Weg gelaufen, der bereits startklar an seinem Autorenstand saß. Dann kurzes Händeschütteln am Stand vom Verlag Torsten Low (der es irgendwie schafft, wirklich überall in ganz Deutschland zu sein) und ein Zwischenstopp am Infostand der Con-Orga. Wer zum ersten Mal auf eine Con geht, wird sich über die vielen Tische mit Nummern wundern. Die sind nicht zum Faulenzen, die sind für die Spielrunden, und von denen gab es für mein Empfinden auf der FeenCon unglaublich viele. Im Keller waren unzählige Tische, in der Halle selber auch, sogar im Außenbereich gab es ein großes Zelt mit Tischen. Das war der erste Moment, bei dem ich mir gedacht habe, dass ich mehr Zeit hätte mitbringen sollen ....


Bernhard Hennen, Robert Corvus und tatsächlich ich :)
Die nächste Runde, diesmal nicht am Rand der Halle, sondern rein ins Getümmel durch die Mitte. Wieder traf ich auf bekannte Gesichter: Janika Hoffmann, Fabienne Siegmund und Ann-Kathrin Karschnick, die mit ihrem grünen Kleid nicht zu übersehen ist. Ebenso hier vertreten, trotz Bestsellerstatus ganz unkompliziert mit simplem, schönen Stand: Bernhard Hennen und Robert Corvus. Ungezwungen konnte ich mit beiden plaudern, musste gestehen, dass ich die gestartete Romanreihe der Phileasson-Saga der beiden noch nicht gelesen habe (aber ich kenne immerhin die Story vom DSA mehrfach als Spieler und Spielleiter) und habe mich bei der Vorortabstimmung für "Team Foggwulf" entschieden (sorry, Bernhard).


Dann habe ich den Weg in den Außenbereich gefunden und konnte zwei Dinge nachholen, die ich aus mir heute unerfindlichen Gründen bei der NordCon letztes Jahr nicht geschafft hatte. Zuerst gab es einen spannenden Schlagabtausch mit den Juggern (erst Stangenwaffe, dann Schwert & Schild) und später bei der Zombiecalypse als schlurfender Untoter jede Menge Zombiespaß. Von den Menschen wurde ich nur InGame satt, für das reale leibliche Wohl gab es Catering von der Stadthalle und einen Grillstand. Außerdem gab es auch ein kleines Tavernenzelt mit verschiedenem Gerstengebräu wie Met- und Kirschbier - Der zweite Moment, an dem ich mir gedacht habe, dass ich mehr Zeit hätte mitbringen sollen ...






Um 16 Uhr war meine Lesung (vor mir war Akram El'Bahay dran, einer der PAN-Kollegen), die mir wieder einmal viel Spaß gemacht hat und auch hier blieb die obligatorische Frage nach einem Hörbuch nicht aus. Das Ende meiner Lesung war auch schon das Ende meiner FeenCon, und mit Bedauern musste ich mich jetzt schon wieder auf den Rückweg machen (und habe wieder beim Ticketkauf überzahlt ... Liebe Stadtwerke Bonn, betrachtet es als Spende :)). Leicht hätte ich noch einige Stunden hier verbringen, an Spielrunden teilnehmen und natürlich die abendliche Feuershow bewundern können (ich hätte definitiv mehr Zeit mitbringen sollen).



Fazit:
Schon nach meiner ersten FeenCon kann ich sagen: Eine meiner Lieblings-Cons. Die Location ist sehr gut, das Angebot und die Organisation super, Outdoor-Action, und viel Möglichkeit zu spielen, spielen, spielen. Zudem müsste ich eigentlich einen großen Geldbeutel und leeren Koffer mitnehmen, bei all dem, was ich gerne gekauft hätte ... Ich habe jede Minute sehr genossen und werde sehr gerne wiederkommen - nach Möglichkeit etwas länger :)

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