Sonntag, 19. März 2017

Kilian spielt: "Winter der Toten"

Die Spielebox
Darum geht's:
Überlebende einer Zombie-Apokalypse haben sich in einer entlegenen Kolonie zusammengefunden und versuchen nicht nur dem strengen Winter, sondern auch den umherschlurfenden Zombies zu widerstehen. In "Winter der Toten", einem Spiel von Plaid Hat Games (Game Design Jon Gilmour und Isaac Vega, Artist Fernanda Suarez), übernimmt jeder Spieler zu Beginn die Rollen von zwei Überlebenenden und alle versuchen, ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Alle? Nicht unbedingt: Möglicherweise befindet sich unter den Überlebenden ein Verräter, der alle ins Verderben stürzen will ...


Gaming Experience:
Exemplarischer Spielaufbau
Die Handlungsmöglichkeiten und der Ablauf des Rundenendes sind auf den Spielertableauts übersichtlich aufgeführt, sodass man hier stets vor Augen hat, welche Aktionen durchgeführt werden können. Die gesamte Spielmechanik ist funktionell und schlicht, was eine unkomplizierte Spielbarkeit gewährleistet. Die Spielanleitung ist da hingegen stellenweise etwas umständlich, wenn einzelne Sachverhalte nachgelesen werden müssen, kann das leider auch etwas länger dauern, bis
man die Stelle gefunden hat. Die Vielzahl an verfügbaren Pesonen sowie die Gestaltung der Gruppenziele ist absolut gelungen, genaueres hierzu gibt es in meinem Fazit-Video. Und wenn es doch als zu einfach empfunden wird, gibt es jedes Gruppenziel auch in der Hardcore-Variante ...





Aktionswürfel, Infektionswürfel
Notorische "Schlechtwürfeler" müssen keine Sorgen haben, denn bei "Winter der Toten" ist Würfelglück nicht ausschlaggebend. Aktionswürfel können u. U. modifiziert werden, aber es ist eigentlich immer möglich eine relevante Handlung auszuführen, da es Aktionen gibt, die nur einen Würfel unabhängig von der erwürfelten Zahl verbrauchen. Entscheidend jedoch ist der Infektions-Würfel, der normalerweise für jede Reise und jeden Kampf gewürfelt werden muss, was der Spannung ausgesprochen zuträglich ist. Im besten Fall passiert dem Überlebenden nichts, aber er kann auch verletzt werden, eine Wunde erleiden oder sogar gebissen werden. Dann stirbt er - und die Infektion breitet sich an dem betroffenen Standort aus.


Spielmaterial
Marker



Ein Spieler-Setup mit Startspieler-Marker


Wer tatsächlich einmal keine Spielfigur mehr haben sollte, scheidet nicht aus dem Spiel aus, sondern darf neue Charaktere ziehen und wieder mit einsteigen. Auch derjenige, der die Rolle des Verräters übernimmt, kann, auch wenn die anderen Spieler ihn in die Verbannung geschickt haben, weiter am Spiel teilnehmen. Schön ist also, dass nie ein Spieler vorzeitig die Partie verlassen muss und zum zuschauen verdonnert wird.


Verräterkarten
Das Artwork ist hochwertig und stimmungsvoll, generell wurde auch viel Wert auf Atmosphäre gelegt. Die Mechanik der Schicksalskarten ist in meinen Augen ein besonderes Highlight am Rande, wie sie funktionieren, erfahrt ihr auch im Fazit-Video. Wie jedes kooperatives Spiel lässt es sich auch alleine spielen, auch die Option auf einen Verräter lässt sich bei Bedarf herausnehmen. Mittlerweile gibt es auch eine sogenannte stand-alone Expansion: "Winter der Toten - Die lange Nacht", die ich jedoch (noch 😊) nicht kenne.





Fazit:




Kennt ihr "Winter der Toten"?
Wie sind eure Erfahrungen mit dem Spiel?
Schreibt mir in den Kommentaren :)


Weitere Spielberichte:



Bilder + Text (c) Kilian Braun 2017
"Winter der Toten" ist ein Spiel von Plaid Hat Games; alle Rechte vorbehalten