Freitag, 27. Januar 2017

Immer alles super?

Immer nur alles super, bestens, großartig? Eine Erfolgsmeldung jagt die andere? Stimmt nicht, unerfreuliche oder enttäuschende Momente werden nur selten gepostet, und schon entsteht ein verzerrtes Bild. Daher jetzt mal ein wenig Gegengewicht in die Waage :)

Hier sind zwei Absagen von Veranstaltern (natürlich anonymisiert), die ich für eine Lesung angeschrieben hatte. Beide Events gehören nicht unbedingt zur Fantasy-Convention-Szene, daher war mit Absagen zu rechnen, trotzdem fand ich es schade:

Absage 1:

Hallo Herr Braun, danke für ihre Anfrage.

Eine Lesung passt allerdings nicht zu unserer Veranstaltung, daher muss ich leider absagen.

mit freundlichen Grüßen
[Name]

Absage 2:

Sehr geehrter Herr Braun,

vielen Dank für Ihre Anfrage.
Aber man kann sich nicht für eine Veranstaltung bei der [Veranstaltungsname] „bewerben“.

Mit besten Grüßen
[Name]

Sonntag, 22. Januar 2017

Kilian spielt: "X-Wing Miniaturenspiel"




Mit Manöverrädern werden die Flugbahnen für jedes Schiff
pro Runde festgelegt. Die Spielmatte mit Weltraummotiv
gibt es als Zubehör extra zu kaufen.

Darum geht’s:
Fantasy Flight Games ist im Besitz der Lizenz für Miniaturenspiele, Kartenspiele und Rollenspiele im Star-Wars-Universum und hat im September 2012 mit der Veröffentlichung von X-Wing begonnen. Beim X-Wing Miniaturenspiel treten 2 Spieler gegeneinander an und verkörpern eine der drei wählbaren Fraktionen: Imperium, Rebellen oder Abschaum/Gesetzlose. Jeder Spieler kontrolliert Raumschiffe aus der gewählten Fraktion und stellt sich für jedes Spiel seine Flotte daraus zusammen. Ziel ist es, den Gegner auf einer festgelegten Spielfläche (meist 90x90 cm) mit geschickten Flugmanövern und Feuerkraft zu zerstören. Alternativ dazu gibt es verschiedene Szenarios, die ein ergänzendes Spielziel vorgeben, wie z. B. das Begleiten und Beschützen eines Senators. 



Zwei TIE-Fighter und ein M3-A-Abfangjäger sind einem YT-Frachter der Rebellen dicht auf den Fersen

Gaming Experience:
In den Sichtfenstern sind normalerweise
die Flugzeuge zu sehen

Auch ein Tabletop-Neuling wie ich einer war, kann hier schnell und leicht einsteigen. Mit der Grundbox (mittlerweile in zwei Varianten erhältlich), erhält man einen X-Wing sowie zwei TIE-Fighter und kann sofort losspielen. Mit zahlreichen Erweiterungen, sogenannten Expansionswellen, kann die eigene Flotte stetig vergrößert werden. Hier erwirbt man nicht nur ein neues Schiff, sondern auch verschiedene Ausstattungskarten, die wiederum auch bei anderen Schiffen Verwendung finden können. Besitzt man im Laufe der Zeit eine ordentliche Auswahl, muss vor jeder Partie festgelegt werden, mit wie viel Kommandopunkten gespielt wird. Jedes Schiff bzw. jeder Pilot kostet Kommandopunkte, ebenso die Ausrüstungskarten. Die Höhe der Kommandopunkte gibt auch die Dauer einer Partie vor: 30 bis 40 Kommandopunkte dauern etwa 30 Minuten, ca. 100 Kommandopunkte bis 2 Stunden.

Rebellenflotte
Der E-Wing (oben) hat bereits
zwei Treffer einstecken müssen
Imperiumflotte
Bei Treffern werden
erst Schildmarker
(blau) entfernt
Ganz unten liegen zwei Regelkarten, die einen Sachverhalt kurz und kompakt erklären
Die Modelle sehen großartig aus, sind komplett zusammengebaut und bemalt (und können also auch dekorativ in der Vitrine stehen). Die geheime Flugplanung mit Manöverrädern für jedes Schiff verleiht dem Spiel eine spürbare taktische Komponente, gleichzeitig ein Spannungselement, ob man bei der Gegnereinschätzung richtig gelegen hat. Beim Angriff und Ausweichen kommen entsprechende Würfel ins Spiel und immer wenn gewürfelt wird, entscheidet letztendlich auch einfach Glück oder Pech. Das kann bei allen vorherigen Bemühungen bei der Flottenzusammenstellung und Flugplanung durchaus hin und wieder frustrierend sein, trägt aber wegen der völligen Unberechenbarkeit auch zur Spannung bei.


Ausweichwürfel (grün) und Angriffswürfel (rot)
 
Fazit:
Auch wenn man kein routinierter „Vollblut-Tabletopper“ ist, aber das Star-Wars-Universum mag und gerne kompetitive Spiele spielt, ist man mit dem X-Wing Miniaturenspiel gut beraten. Die Grundbox gibt es zu einem erschwinglichen Preis, wie weit man dann noch in das Spiel investieren will, bleibt jedem selbst überlassen und ist völlig zwanglos. Nennt man eine größere Schiffsauswahl sein Eigen, vervielfachen sich die Kombinationsmöglichkeiten und erhöhen den Wiederspielwert spürbar. Selbst nach einer grandiosen Niederlage fühlt man sich animiert, es noch einmal mit einer anderen Flottenzusammenstellung zu versuchen. Fly casual!
 
Manöverschablonen, Schussreichweitenmesser und
das Schadenskartendeck


Tipp: Für die zahlreichen Marker eignet sich zur Aufbewahrung
ein Kleinteilebehälter für Schrauben etc. aus dem Baumarkt

EDIT 31.01.17:
In der ersten Version des Spieleberichts stand, dass Schiffe aus der Fraktion "Abschaum/Gesetzlose" sowohl bei Rebellen als auch beim Imperium mitfliegen können. Das stimmt nicht, die Fraktionen dürfen grundsätzlich nicht gemischt werden. Allerdings kann hier eine Hausregel Abhilfe schaffen. Das Spiel ist übrigens ab 14 Jahre, spielt man allerdings mit nur ganz einfachen Schiffen ohne Sonderfähigkeiten und Ausrüstung und lässt einfach die empfindlichen Modelle weg (und verwendet nur die Standfüße) ist das Spiel auch für Kinder ab 10 Jahren gut geeignet!
 
Bilder + Text (c) Kilian Braun 2017
X-Wing ist ein Spiel von Fantasy Flight Games; alle Rechte vorbehalten

Sonntag, 8. Januar 2017

Zum Start ins Jahr 2017: ein Rück- und Ausblick


Bild von pixarbay.com


Die Rauhnächte liegen hinter uns und ich hoffe, ihr hattet einen guten Start ins Jahr 2017!
Ich beginne das Jahr mit einem Rück- und Ausblick:

Was bisher geschah
Seit Herbst 2014 werde ich von der AVA International GmbH Autoren- und Verlagsagentur vertreten und habe hierdurch im Herbst 2015 bei hockebooks „Wulferan. Der dunkle Held“ als E-Book-First veröffentlicht. 2016 habe ich nicht nur am nächsten Roman gearbeitet, sondern auch erstmalig Veranstaltungen für Lesungen besucht. Ich dachte ursprünglich „Ich melde mich einfach mal überall, vielleicht bekomme ich bei ein oder zwei eine Zusage“ – es sind schlussendlich mehr geworden als gedacht, was mich natürlich sehr gefreut hat. Ich war bei der Marburg-Con, der Roleplay-Convention, dem Fantasy-Minicon des Rollenspielvereins Palaver, der NordCon und schließlich auch der Buchmesse-Convention.

Großen Dank an alle Veranstalter, die mir als unbekannten Autor eine Chance gegeben haben und ebenso großen Dank an alle Zuhörer, die sich eine Lesung von einem unbekannten Autor anhören!

Dieser Lesetour ging übrigens eine Lesung noch Ende 2015 im Provisorium voraus, bei der zwar nur ein sehr kleiner Kreis anwesend war, dafür war es als Probelauf für das Jahr 2016 ganz ausgezeichnet. Bei Lesungen möchte ich den Zuhörern etwas mehr bieten, als „nur“ Text vorlesen, ich orientiere mich daher stark am Begriff „Leseinszenierung“ – wer bei einer Lesung von mir war, wird wissen, was ich meine. Im Rahmen der Lesungstermine habe ich tolle Leute getroffen und kennengelernt: Laurence Horn, Mathias Falke, Tom Daut, Anja Bagus, André Geist, Bernhard Hennen, Die Rollenspiel Nerds, Thommy Krappweis, Marco Ansing, Martin Ulmer, Sandra Baumgärtner, und sicherlich noch mehr, die ich jetzt leider vergesse, aber fühlt euch mit erwähnt! Meine Sci-Fi-Kurzgeschichte „Überwachung dringend empfohlen“ wurde für den Kurd-Laßwitz-Preis in der Kategorie „Beste Erzählung“ nominiert – wie das zustande kam, kann ich mir nicht erklären, aber war und ist natürlich eine ganz tolle Sache. Zudem habe ich fleißig am nächsten Roman gearbeitet und hatte mir eigentlich vorgenommen, ihn zum Herbst fertigzustellen, aber das hat leider nicht geklappt - aber fast 😊.


Was geschehen wird
Keine Ahnung. 😄 Nein, mal im Ernst, in die Zukunft schauen kann ich nicht, ich kann allerdings sagen, was ich so vorhabe. Ich habe die Arbeiten am nächsten Roman weitestgehend abgeschlossen (die nochmals eingelegte Überarbeitungsrunde war viel wichtiger, als ich zunächst dachte) und hoffe, dass eine Veröffentlichung im Frühjahr 2017 möglich sein wird. Zudem habe ich bereits Kontakt mit einigen Con-Veranstaltern aufgenommen, um auch dieses Jahr vielleicht die ein oder andere Lesung halten zu können. Ich möchte mich wieder mit einer Sci-Fi-Kurzgeschichte an der diesjährigen Weltentor-Ausschreibung beteiligen und kann jetzt schon sagen, dass auch dieses Mal Captain Miller und seine Crew eine weitere Mission vor sich haben werden. Für meinen Blog möchte ich als begeisterter Rollen- und Brettspieler den ein oder anderen Spielebericht mit aufnehmen. Wenn der aktuelle Roman in der Veröffentlichungs-Pipeline gelandet ist, geht’s natürlich gleich mit der nächsten Story weiter. „Nach dem Buch ist vor dem Buch“, auch ohne Abgabetermine möchte ich den üblichen Veröffentlichungsrhythmus von ca. 1,5 Jahren weiterhin erfüllen. Da habt ihr sicherlich nichts dagegen, oder? 😉

Bilder von 2016

Tom Daut


Mathias Falke
 
Anja Bagus


Die Rollenspiel Nerds


  

Die Veranstalter der Marburg-Con

Bernhard Hennen

Lesung auf der BuCon 2016

Thommy Krappweis