Mittwoch, 22. Mai 2013

Kurzgeschichte eingereicht

Nachdem meine Kurzgeschichte beim Wettbewerb des ArtSkript Phantastik Verlages leider abgelehnt worden ist, geht sie nun beim diesjährigen Wettbewerb des NOEL-Verlages ins Rennen. Die letzten zwei Jahre konnte ich hier bereits Kurzgeschichten im Bereich Fantasy veröffentlichen, die aktuelle Geschichte gehört jedoch eindeutig zu Mystery ...

Florenz im Jahre 1798. Der vierte August ist gekommen und das jährliche Maskenfest steht bevor. Wie viele Andere auch freut sich die junge Näherin Elena schon seit Wochen auf diesen Tag, doch leider plagt sie seit geraumer Zeit ein diffuses Unwohlsein. Aber keinesfalls will sie dieses Großereignis versäumen und findet sich im feinen Gewand und schmucker Maske vor dem Gesicht auf der Piazza della Signoria ein.
Leider verstärken sich ihre Beschwerden und obwohl sie aufgeschlossene Valentina kennenlernt und mit ihr ausgelassen in den Abend hineinfeiert, kann sie das Fest nicht gänzlich genießen. Und tatsächlich nehmen schon bald schreckliche Dinge ihren Lauf, bei denen Elena eine ungeahnte Rolle spielt ...

Donnerstag, 2. Mai 2013

Die Menschen der Schattenwelt



Die Menschen fristen in der Schattenwelt Randárs ein hartes Dasein. Die dunkle Seite der Welt ist für alle möglichen Kreaturen, Geschöpfe und Wesen geschaffen, nur nicht für die Menschen. Und dennoch sind sie im Gesamtsystem der Welt wichtig, auch wenn sie in der Nahrungskette bedrückend weit unten stehen.

Die Gegebenheiten der Schattenwelt, wie beispielsweise die Ewige Nacht, verhindern beharrlich, dass die Menschen sich weiterentwickeln und womöglich gar erheben könnten. So sind sie mit dem täglichen Überlebenskampf beschäftigt und haben weder die Zeit noch die Möglichkeiten zum Fortschritt. Ursprünglich waren die Menschen weit in der Schattenwelt verbreitet, doch die meisten findet man mittlerweile im Reich der Vampire, paradoxerweise genau bei dem Schattenvolk, welches die Menschen bzw. ihr Blut als Nahrung braucht. Aber im südwestlichen Teil der Schattenwelt ist das Klima für die Menschen am verträglichsten und sie haben gelernt, sich im großen Larkgebirge sowie dem dazugehörigen Wald gut zu verstecken. Bei den Dämonen gibt es nur wenige Menschen, da die Dämonen einfach grundlos töten, während die Vampire sich nur so viel holen, wie sie brauchen, denn die Blutsauger haben sehr wohl erkannt, dass sie mit ihrer bevorzugten Nahrungsquelle vorsichtig umgehen müssen.

Untote sind da ebenfalls weniger zimperlich und wenn wieder einmal eine Jagdgruppe der Menschen durch die Hirangotu streift, greifen die Untoten sie auf wenn möglich und machen sie zu einem der ihren. So manch einer wird auch lebend gefangen, da die Untoten für ihre Zombies in den Hügelgräbern lebende Nahrung brauchen … Aus dem südöstlich gelegenen Lebenden Wald der Werwölfe halten sich die Menschen nahezu völlig fern, nicht wegen der Wolfsmenschen, sondern weil der beseelte Wald sie nicht haben will.

Es bleiben also nicht viele Orte, an denen sich die Menschen aufhalten können und es gibt noch weniger, an denen sie sich wirklich sicher fühlen können. Und trotz all dieser erdrückenden Widrigkeiten sterben die Menschen nicht aus, sondern stellen sich Tag für Tag der Herausforderung, angetrieben von einer ungreifbaren Hoffnung, dass sich eines Tages alles für sie zum besseren wenden würde.

Als Ylrana mit ihrem silberweißem Haar geboren wird, erstarkt die Hoffnung erneut, doch Ylranas Schicksal ist es nicht, den Menschen zu helfen. Zunächst sieht es sogar so aus, als würde sie zu ihrer Verderberin werden, doch ihre wahre Bestimmung ist es, sich gegen den Untergang der Schattenwelt zu stemmen. Bei dem, was der Schattenwelt zur Jahrtausendwende bevorsteht, ist das keine leichte Aufgabe …