Sonntag, 24. Februar 2013

Kurzgeschichte eingereicht

Letzte Woche habe ich eine Kurzgeschichte zur Ausschreibung "Masken" des Art Skript Phantastik Verlags eingesandt:

Florenz im Jahre 1798. Der vierte August ist gekommen und das jährliche Maskenfest steht bevor. Wie viele Andere auch freut sich die junge Näherin Elena schon seit Wochen auf diesen Tag, doch leider plagt sie seit geraumer Zeit ein diffuses Unwohlsein. Aber keinesfalls will sie dieses Großereignis versäumen und findet sich im feinen Gewand und schmucker Maske vor dem Gesicht auf der Piazza della Signoria ein.
Leider verstärken sich ihre Beschwerden und obwohl sie aufgeschlossene Valentina kennenlernt und mit ihr ausgelassen in den Abend hineinfeiert, kann sie das Fest nicht gänzlich genießen. Und tatsächlich nehmen schon bald schreckliche Dinge ihren Lauf, bei denen Elena eine ungeahnte Rolle spielt ...


Der Einsendeschluss ist der 28.02.13 und dann wird es wie üblich eine ganze Weile dauern, bis man erfährt, ob es für einen Platz im Buch gereicht hat. Würde mich sehr freuen, zumal ich hier einmal das High-Fantasy-Genre verlassen habe.

Sonntag, 3. Februar 2013

Volk der Schattenwelt: die Werwölfe



In der bereits beschriebenen Reihe der Völker (Dämonen, Geister, Vampire, Untote) fehlen noch die Werwölfe als vorletztes Volk. Die Wolfswesen ähneln einer Vermischung von Mensch und Wolf, wobei der Wolfsaspekt deutlich dominanter ist. Sie können zwar auf zwei Beinen aufrecht gehen, wirken dabei aber gedrungen und ungelenk, daher bevorzugen fast alle Werwölfe den Vierfüßlergang. Ihre Körper sind stark befellt, lassen aber immer noch die stellenweise menschlichen Körperproportionen sichtbar. Die unterschiedliche Ausprägung des Wolfsaspektes wird in ihren Gesichtern am deutlichsten. Bei manchen ist die Wolfsschnauze sehr ausgeprägt, bei anderen gleich sie eher der menschlichen Nase. Manche Werwölfe haben typisch gelbe Wolfsaugen, andere betrachten die Welt aus Menschenaugen.

Die Wolfswesen leben im Südosten der Schattenwelt in einem riesigen Mischwald, der in nördliche und westliche Richtung durch einen breiten Fluss begrenzt wird. Den Wald bezeichnen seine Bewohner als Crûtuch, als Lebender Wald. In der Tat handelt es sich hierbei um kein gewöhnliches Gehölz, sondern um ein gewaltiges Lebewesen, das eine Seele hat, das Dinge verbirgt oder preisgibt, wie es ihm beliebt. Immer zur zweimaligen Finsternis, der Jahreswende, wandeln die Bäume in Crûtuch umher und finden einen neuen Platz. Einstmals bekannte Wege verschwinden, dafür tun sich neue auf.

Die Werwölfe sind ein Teil von ihm und bleiben dank Crûtuch von anderen Völkern weitestgehend unbehelligt. In ihrem Wald leben die Wölfe in Rudeln unterschiedlicher Größe und durchstreifen die Lichtungen und den Forst. Die Jagdreviere sind streng aufgeteilt und gerade die strikte Trennung lädt dazu ein, in zwar harten aber immer nur spielerischen Wettkämpfen auf die Probe gestellt zu werden. Regelmäßig versammeln sie sich auf Felserhöhungen und Lichtungen und lassen ihr Wolfsgeheul erklingen. Steht der Wind günstig, können sogar die Untoten etwas davon wahrnehmen.

Der Werwolf Chaz ist ein erfahrener Fährtensucher und staunt sehr, als die Untoten zum letzten Schattenkonzil des sechsten Jahrtausends die weißhaarige Vampirin Ylrana mitbringen. Die Bedeutung über Ylranas Erscheinen weiß zu diesem Zeitpunkt noch niemand, aber Chaz ahnt, dass sich ihre Wege kreuzen werden …