Donnerstag, 13. September 2012

Volk der Schattenwelt: die Dämonen



Die Ostlande der Schattenwelt werden von weiten Graslandschaften mit zahlreichen Hügeln und nur wenigen Wäldern geprägt. Zwischen den Hügeln finden sich häufig kleinere und größere Erdgruben, die direkt senkrecht in die Tiefe führen. In diesen miasmatisch stinkenden Höhlen hausen die Dämonen.

Dämonen gehören wie die Ramak zu den bösartigsten Völkern der Schattenwelt und nur mit viel gutem Willen kann man ihnen so etwas wie eine Kultur zusprechen. Dämonen haben kein Interesse an Bauwerken oder Fortschritt. Sie sind regelrecht getrieben vom Hass und Mordlust, eilen rast- und ruhelos umher und fallen daher immer wieder in das Land der Geister im Norden oder den Wald der Werwölfe ein. Die Entstehung dieser brachialen Kreaturen gibt große Rätsel auf, sind sie doch zumeist eine absurde, widernatürliche Mischung aus Einzelwesen. So gibt es Spinnendämonen mit menschlich anmutendem Oberkörper und feistem Spinnenleib, auf zwei Beinen gehende Rattenkreaturen oder gedrungene Fluggestalten. Was diese Perversion des Lebens verursacht hat noch niemand herausgefunden und den übrigen Schattenvölkern ist es im Grunde genommen auch ziemlich egal, so lange die aggressiven Untiere unter sich bleiben.

Dämonen hausen in ihren Gruben und Löchern in so genannten Horden, die sich nach der Gattung der Dämonen zusammenrotten: die Horde der Spinnendämonen, Flugdämonen, Landdämon und viele mehr. Unzählige streifen auf eigene Faust durch das Land, auf der Suche nach Futter und einem Kampf. Dämonen haben mit ungefähr fünfzig Jahren eine relativ kurze Lebensspanne, viele sterben in Kämpfen noch deutlich früher. Zahlenmäßig gibt es sehr viele Dämonen, die aus den unergründlichen Gruben hervorkriechen.

Dämonen legen die Rangordnung innerhalb einer Horde nach purer Stärke und Kampfkraft fest. Oft werden Zweikämpfe ausgetragen, um die Rangordnung zu überprüfen oder (neu) festzulegen. Nicht selten stirbt einer der Kämpfer hierbei. Selbst die Horden untereinander können es nicht lassen, in teils erbitterten Kämpfen herauszufinden, wer der Stärkere ist. Daher sind die Dämonen zwar ein sehr kampfstarkes Volk, nehmen sich aber selbst durch innere Konflikte einen Großteil der Stärke. Auch sie haben wie die Geister gelernt, dass es nicht funktioniert sich vom Rest der Welt auszuschließen oder ihr nur im Kampf zu begegnen. Daher bestimmen die Horden in regelmäßigen Abständen in einem großen blutigen Wettkampf einen Hordenmeister, der für die Dämonen bei der Schattenkonklave teilnimmt.

Trotz alledem spielt die Spinnendämonin Baztuul in "Randar - Die Schattenwelt" eine entscheidende Rolle. Der Jahrtausendwende kann sich niemand entziehen ...