Montag, 23. August 2010

Aus der Welt Randár: Der Rote Wind

Ein weiteres Mysterium aus der Welt Randár ist der so genannte Rote Wind oder Sphärenwind. Damit wird ein außergewöhnliches Naturschauspiel bezeichnet, welches ausschließlich im Karator-Gebirge auf dem Oberen Splitter zu beobachten ist. Der Rote Wind trägt feinste, rote Staubkörnchen mit sich und ist dadurch wie ein freischwebender Fluss hoch über dem Erdboden zu erkennen. Menschen im Grenzland zu den Orks können ihn nur selten sehen, die Orks als ständige Bewohner des Karator-Gebirges kennen seit je her diese mystische Erscheinung. Man sagt, dass der Rote Wind seinen Ursprung jenseits des Himmels hat und jene Staubpartikel in sich trägt, aus denen der Schöpfergott Ranhír vor ungefähr einer halben Millionen Jahren den Weltenball geschaffen hat. Welche unfassbaren Mengen des Staubes hierfür vonnöten waren, ist kaum vorstellbar. Weiterhin ist bemerkenswert, dass der Spährenwind niemals einen Weg zweimal nimmt. Er ist also stets an einem anderen Ort zu finden und umspielt die hohen Gipfel des monumentalen Gebirges. Da der Sphärenwind nur auf dem Oberen Splitter zu sehen ist, kennen ihn die Drachen & Zwerge (Rechter Splitter) sowie Elfen & Trolle (Linker Splitter) nicht.


Der Mensch Eodarn und der Ork Ulrok werden auf ihrer Suche nach den Bruchstücken der Mondsilberscheibe den Roten Wind aus nächster Nähe zu Gesicht bekommen und auch erfahren, dass er nicht nur sonderbar anzuschauen ist, sondern auch mit immenser Kraft bläst – vielleicht sogar stark genug, einen Menschen und einen Ork davonzutragen …

Kilian Braun

Sonntag, 1. August 2010

Aus der Welt Randár: der Erste Baum


Der Erste Baum ist eines der Mysterien der Welt Randár. Der Linke Splitter ist heute durchgehend bewaldet: in der nördlichen Hälfte (der Heimat der Elfen) als dichter Dschungel, in der südlichen Hälfte (die Heimat der Trolle) als lichterer Tropenwald mit Lichtungen und Wiesen. Doch in grauer Vorzeit war das Land eher steppenartig und Wälder gab es nur vereinzelt. Als das Land durch Ranhírs göttlichen Hammerschlags gespalten war, wuchs eines Tages jedoch ein besonderer Baum, durchdrungen von der Kraft der Magie. Als der Baum in voller Pracht ausgewachsen war, erstreckte sich seine urtümliche Kraft auf das Land aus und löste ein bislang ungeahntes Wachstum aus. Es hielt so lange an, bis schließlich der gesamte Linke Splitter bewaldet war. Der Erste Baum, wie ihn Elfen und Trolle nennen, war somit nur noch einer von vielen und sein Standort geriet fast in Vergessenheit. Nur die Trolle hüteten die Kenntnis über die genaue Lage des Baumes als großes Geheimnis.

Der Erste Baum spielt in der Geschichte „Randár“ eine wichtige Rolle. Die Elfe Teloria und die Troll-Frau Ru’jin möchten die Zwerge bei ihrem Kampf gegen die finsteren Ramak unterstützen und mithilfe des Ersten Baumes werden sie mit Kämpfern ins Reich der Zwerge zurückkehren können. Zuvor müssen sie jedoch dem beseelten Baum Rede und Antwort stehen, denn dieser ist schon lange nicht sehr erbaut darüber, dass die beiden Völker in „seinem“ Wald verfeindet sind. Dies ist ein weiterer Anlass, über einen alten Zwist nachzudenken und diesen infrage zu stellen – ohne ein bedingungsloses Miteinander wird in „Randár“ kein Erfolg möglich sein.

Kilian Braun