Dienstag, 26. Januar 2010

Aus der Welt Randár: die Ramak

Die Ramak stammen aus der grauen Vorzeit Randárs, als sich aus den Urformen des Lebens vor etwa 100.000 Jahren die einzelnen Völker (Zwerge, Menschen, Orks, Drachen, Elfen, Trolle) herauskristallisierten. Sie lebten mehr oder minder friedlich nebeneinander, doch eine Welt, in der nur und ausschließlich Harmonie herrscht, kann auf Dauer nicht funktionieren. Es muss ein Gegenstück existieren, um das Gleichgewicht zu wahren und so kam es, dass sich im Zentrum Randárs eine dunkle Zone des Bösen manifestierte, in der sich eine Rasse entwickelte, die später Ramak genannt werden sollte.

Während sich alle übrigen Völker im Laufe der Zeit weiterentwickelten, blieben die Ramak weitestgehend unverändert und waren somit ein lebendes Relikt aus einer Welt vor vielen Tausend Jahren. Die Ramak besaßen eine gedrungene, eher schlanke und drahtige Gestalt von der Größe eines Menschen. Ihr gesamter Körper war pechschwarz und wirkte wie der Chitinpanzer eines Insekts. Tatsächlich war ihre Haut wesentlich robuster als bei anderen Lebewesen, doch auch ein Ramak konnte verletzt werden. Heilten die Wunden ab, blieb eine weiße Narbe zurück und je mehr solcher Zeichen ein Ramak vorweisen konnte, desto mehr Kämpfe hatte er lebend überstanden. Bei sehr erfahrenen und alten Ramak bildeten die Kampfverletzungen ein eindrucksvolles Muster auf ihrem gesamten Körper. An ihren Händen und Füßen befanden sich rasiermesserscharfe Klauen, welche die tödlichen Waffen der Ramak waren. Sie brauchten keine Nahrung, sie brauchten keine Luft zum Atmen und existierten nur zu einem Zweck: dem Töten. Die Ramak lebten in kaum nennenswerten Strukturen. Für gewöhnlich rotteten sie sich zufällig zusammen und überzogen ganze Landstriche wie ein hungriger Heuschreckenschwarm.

Je länger die Harmonie der übrigen Rassen währte, desto aggressiver und bösartiger wurde das dunkelhäutige Volk und suchte den Kampf. Die Ramak säten Zwietracht und Misstrauen unter den friedlichen Völkern und wurden zudem zahlenmäßig immer mehr. Es gab keine Männer oder Frauen bei den Ramak; sie schälten sich direkt aus den schwärzesten Schatten zu Dutzenden jeden Tag, heraufbeschworen durch das Übel und Unheil der Welt. Als das Unheil schließlich so weit fortgeschritten war, dass sich der mächtige Schattengott Raloth aus dem Dunkel erhob, musste der Schöpfergott Ranhír handeln, wollte er seine eigens geschaffene Welt retten. Schweren Herzens zerschlug er sein lieb gewonnenes Land und verbannte auf diese Weise Raloth samt den Ramak.

Heute fristen die schwarzhäutigen, grausamen Wesen auf einer entlegenen, einsamen Insel ihr Dasein, umgeben von einem tosenden, schwarzen Meer und irren rast- und ruhelos umher. Raloth ist eingekerkert, doch eines Tages würde er wieder freikommen. Eines Tages würde die Welt dafür bezahlen, sich dem Bösen entledigt zu haben. Es ist das Schicksal des Landes und seinen Einwohnern, sich dem Unheil erneut entgegenstellen zu müssen. Doch der Ansturm der dunklen Wesen trifft die Völker völlig unvorbereitet und aus heiterem Himmel …

Werden es die Menschen und Orks, Zwerge und Drachen, Elfen und Trolle schaffen, den Fängen des Schattengottes zu entgehen? 

Dies ist die Geschichte von "Randár“!

Kilian Braun

Samstag, 9. Januar 2010

"Randár" im Handel


Seit Anfang Januar ist „Randár“ nun wie geplant im Buchhandel verfügbar. Mittlerweile konnte ich die Produktinformationen bei Amazon über ein entsprechendes Eingabeformular ergänzen, sodass jetzt dort auch „Der Verlag über das Buch“, „Autorenkommentar“, „Klappentext“ und „Über den Autor“ zu finden ist. Weiterhin ist „Randár“ nun auch bei suchbuch.de gelistet und kann hoffentlich auch den einen oder anderen Leser bzw. die eine oder andere Leserin gewinnen!




Aus der Welt Randár: die Menschen

Als der erbitterte Kampf der Götter den Kontinent Randár verwüstete, zogen sich die Menschen in den Nordwesten des Landes zurück und bewohnen heute den westlichen Teil des Oberen Splitters. Sie gründeten ihre Siedlungen bevorzugt auf großen aber eher flachen Hügeln und errichteten darauf zunächst das Haus des „Stettmeysters“ (später Bürgermeister genannt). Die übrigen Behausungen wurden nach und nach um den Hügel herum gebaut und besiedelten das Gebiet rund um die großen Flüsse Bandanil und Durdanil.

Die Menschen wollten und brauchten eine feste Hierarchie, an der sie sich orientieren konnten. Ihr Reich wird daher stets von einem König aus derselben traditionsreichen Königsfamilie regiert, welche die Nachkommen für den Thron stellte. Dem Gebieter des Menschenreiches mit Namen Ulmia stehen die Fürsten der drei Fürstentümer Tarutar, Kirutar und Norotar zu Diensten, die Teile des Landes verwalten und des Königs Willen in die Tat umsetzen. Die Fürsten wiederum war das einfache Volk untertan: Handwerker, Bauern und Händler. Hier gibt es im Grunde genommen keine Rangfolge mehr, doch bei den Menschen gilt derjenige als angesehen, der es zu einem gewissen Wohlstand gebracht hatte und diesen auch in Form von Kleidung, Haus und Hof zur Schau stellen kann. Wer von der Hand in den Mund lebte, wurde von den Reichen eher als einfältiger Diener und Handlanger abgestempelt, auch wenn dies nicht selten voreilig geurteilt war. Macht, Einfluss und Besitz spielt in den Augen der Menschen eine große Rolle.

Dank eines ausgeprägten Erfindergeistes können die Menschen einen gewissen Fortschritt vorweisen: hochwertige vielseitige Handwerkskunst, eindruckvoller Städtebau, ein Währungssystem mit geprägten Münzen und Schuldscheinen und vieles mehr. Der Lauf der Dinge wollte es, dass vier der unzähligen kleinen Dörfer über viele Jahre hinweg zu eindrucksvollen Städten heranwuchsen, die heute mehrere Tausend Einwohner haben. Die großen Städte Ulmias wurden rasch zu den Zentren der drei Fürstentümer. Das auf der Hügelkuppe zentral gelegene Haupthaus wurde immer weiter ausgebaut und war stets der Sitz des Fürsten. Ein möglichst prunkvolles und prächtiges Haupthaus, welches sich je nach Vorliebe entweder als Palast oder Burg darstellte, galt als sicheres Zeichen von Wohlstand und Reichtum.

Die Menschen erfreuten sich daran, das Land zu bestellen, Rohstoffe aus der Natur oder landwirtschaftlichen Betrieben zu gewinnen, diese zu verarbeiten und damit Handel zu treiben. Jedoch schlummerte in Vielen die Habgier nach Reichtum und Macht und daher kam es auch öfter zu handgreiflichen Konflikten zwischen Fürstentümern und auch mit anderen Völkern. Ein friedliches Zusammenleben mit ihren unmittelbaren Nachbarn, den Orks aus dem riesigen Karator-Gebirge, war daher nur schwer möglich. Die schwelenden Reibereien entwickelten sich schließlich zu einem offenen Konflikt. König Eodor wollte die Heerführung niemand anderem als seinem einzigen Sohn Eodarn überlassen, der in der „Halle des taktischen und fechterischen Kampfes zu Ulmutar“ eine ausgezeichnete Ausbildung genossen hatte. Eodarn reist in das gefährliche Grenzland und übernimmt die Verteidigung gegen die wilden Bergbewohner. Doch er ahnt nicht, welch wirkliche Herausforderung ihm noch bevorsteht …

Kilian Braun